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MOPA -
Realisierung eines hybriden Diodenlasersystems mit hoher Ausgangsleistung
und exzellenter Strahlqualität
Diodenlaser zeichnen sich im Vergleich zu anderen Laserbauformen
dadurch aus, dass sie kompakt sind, einen hervorragenden Wirkungsgrad
besitzen, und prinzipiell kostengünstig herzustellen sind.
Im Allgemeinen ist aber bei Diodenlasern ein Kompromiss |
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zwischen erreichbarer Strahlqualität
und möglicher Ausgangsleistung erforderlich. Durch den Aufbau
eines hybriden MOPA (Master Oscillator Power Amplifier) kann aber
ein spektral schmalbandiges Diodenlaser-System mit hoher Ausgangsleistung
und exzellenter Strahlqualität realisiert werden.
Der hybride MOPA besteht aus zwei Diodenlasern, die durch optische
Komponenten gekoppelt werden. Der Master Oscillator ist ein DFB-
oder DBR-Diodenlaser mit nahezu gaußförmigem Strahlprofil
und schmalbandiger Emission. Die mögliche Ausgangsleistung
des Master Oscillators ist unter diesen Vorgaben auf weniger als
ein Watt begrenzt. Um höhere Leistungsbereiche zu erschließen,
wird das Licht in einen Power Amplifier eingekoppelt, der als optischer
Verstärker die Strahlqualität weitestgehend nicht beeinflusst.
Schon die Einkopplung von etwa 100 mW Leistung eines Master Oscillators
reicht aus, um eine Ausgangsleistung des MOPA-Systems von mehreren
Watt zu realisieren. Ein solches System arbeitet im benötigten
Leistungsbereich wellenlängen- und modenstabil.
Im Rahmen einer ZEMI-Kooperation (FBH, BESSY) wurde ein Demonstrator
entwickelt, bei dem sämtliche Komponenten, also Laserdioden
und koppelnde Optik, auf einem Submount in Form einer mikro-optischen
Bank integriert wurden. Die Feinjustage der Koppellinse, mit erforderlichen
Toleranzen von etwa einem µm, erfolgte durch den Einsatz verformbarer
Linsenhalter, die mit LIGA-Technologie gefertigt wurden. Mit dem
Demonstrator konnte eine Ausgangsleistung von 3 Watt bei einer Wellenlänge
von 1060 nm (bis zwei Watt monomodig) erreicht werden.
Das hier als Muster hergestellte hybride MOPA-System hat das Potenzial,
eine hohe Ausgangsleistung mit einer hervorragenden Strahlqualität
und spektraler Schmalbandigkeit zu verknüpfen. Die innovative
Bauform mit verformbaren Linsenhaltern auf einer mikro-optischen
Bank verspricht eine im Vergleich zu anderen Lasersystemen kompakte
und kostengünstige Herstellung. Solchen Systemen steht ein
weiter Bereich von Anwendungen offen, etwa in der Spektroskopie,
der Medizintechnik, der Kommunikationstechnik, oder der Bilderzeugung
(Displaytechnologie).
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